Gravity Forms Alternative: Kostenlos, DSGVO-konform und block-nativ
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Flinkform ist eine kostenlose Gravity Forms Alternative für WordPress: Multi-Step-Formulare, bedingte Logik und Submissions-Dashboard sind im freien Plugin enthalten, das es bei Gravity Forms gar nicht gibt (Einstieg: 59 Dollar pro Jahr). Dazu kommt der Datenschutz-Unterschied: Flinkform schützt vor Spam ohne US-Dienste und speichert keine IP-Adressen.
Der Vergleich auf einen Blick
| Flinkform | Gravity Forms | |
|---|---|---|
| Kostenlose Version | Ja | Nein |
| Einstiegspreis | 0 € (Pro ab 59 €/Jahr) | 59 $/Jahr (Basic, 1 Site) |
| Multi-Step + bedingte Logik | kostenlos | im Preis enthalten |
| Zahlungs-Add-ons | Pro: Stripe inkl. SEPA + Wallets | erst ab Pro (159 $/Jahr) |
| Formular-Aufbau | Blöcke im Editor | eigener Builder im Admin |
| Spam-Schutz ohne US-Dienst | Ja | reCAPTCHA / Turnstile / Akismet |
| Keine IP-Speicherung ab Werk | Ja | Nein |
| Erbt Theme-Design (theme.json) | Ja | eigene Styles |
| Sitz / Datenverständnis | Deutschland, DSGVO by design | USA |
Stand Juli 2026, Listenpreise laut gravityforms.com/pricing.
Was Gravity Forms gut macht
Gravity Forms ist seit 2009 das Formular-System für Power-User: extrem stabil, mit sauberer Entwickler-API und einem Ökosystem aus offiziellen und Drittanbieter-Add-ons, das kein anderes Formular-Plugin erreicht. Gravity Flow für Freigabeprozesse, GravityView für Frontend-Ansichten, Populate Anything für dynamische Felder: Wer solche Workflows baut, findet hier ein ausgewachsenes Framework.
Der Preis dafür: Es gibt keine kostenlose Version, die Zahlungs-Add-ons stecken in den teureren Plänen, und die Bedienung findet in einer eigenen Admin-Oberfläche statt, die mit dem modernen WordPress-Editor wenig zu tun hat.
Die Preisstruktur
- Basic (59 $/Jahr): 1 Website, Kern-Features inklusive bedingter Logik und Multi-Page. Keine Zahlungs-Add-ons.
- Pro (159 $/Jahr): 3 Websites, dazu Stripe, PayPal und weitere Pro-Add-ons.
- Elite (259 $/Jahr): unbegrenzte Websites, alle Add-ons inklusive Umfragen, Quiz, Web-API.
Fair ist: Gravity verkauft anders als WPForms keine Kernfunktionen einzeln, Multi-Page und bedingte Logik sind ab Basic drin. Aber der Einstieg kostet eben 59 Dollar pro Jahr, jedes Jahr, pro Projekt-Setup. Für ein simples Kontaktformular auf einer Kundenseite ist das ein laufender Posten ohne Mehrwert.
Der Datenschutz-Unterschied
Gravity Forms ist ein US-Produkt. Der empfohlene Spam-Schutz läuft über reCAPTCHA, Cloudflare Turnstile oder Akismet, alles Dienste, die Besucherdaten an externe Server senden. Das österreichische Bundesverwaltungsgericht hat am 13.09.2024 entschieden, dass reCAPTCHA ohne vorherige Einwilligung gegen die DSGVO verstößt; die französische CNIL hat entsprechende Bußgelder verhängt. Zusätzlich speichert Gravity Forms standardmäßig die IP-Adresse jeder Einsendung.
Flinkform braucht das alles nicht: Honeypot, signierter Zeit-Check und Proof-of-Work laufen auf deinem Server, ohne externen Dienst, ohne Einwilligungspflicht, ohne IP-Speicherung. Hintergründe im Artikel reCAPTCHA und die DSGVO.
Block-Editor statt Admin-Builder
Gravity Forms verwaltet Formulare in einer eigenen Admin-Sektion; in die Seite kommen sie per Block-Embed oder Shortcode. Flinkform baut das Formular direkt in der Seite, Feld für Feld als Gutenberg-Block, mit Live-Vorschau in deinem Theme-Design. Änderungen macht der Redakteur dort, wo er sowieso arbeitet. Und weil Flinkform die Design-Tokens aus theme.json erbt, sieht das Formular ohne CSS-Nacharbeit aus wie der Rest der Website.
Wann du NICHT wechseln solltest
- Deine Workflows hängen an Gravity-Add-ons wie Gravity Flow, GravityView oder Populate Anything. Dieses Ökosystem gibt es bei Flinkform nicht.
- Du brauchst Umfragen, Quiz oder Nutzer-Registrierung direkt im Formular-Plugin.
- Deine Site läuft ohne Block-Editor (Flinkform braucht WordPress 6.5+ und PHP 8.1+).
Fazit
Gravity Forms ist das richtige Werkzeug für komplexe Formular-Workflows mit Add-on-Bedarf. Für alles andere, also die typischen Kontakt-, Anfrage-, Bewerbungs- und Buchungsformulare, zahlst du bei Gravity jedes Jahr für Funktionen, die Flinkform kostenlos mitbringt: Multi-Step, bedingte Logik, Submissions-Dashboard und DSGVO-sauberen Spam-Schutz. Wenn Zahlungen dazukommen sollen, ist Flinkform Pro mit SEPA, Apple Pay und Google Pay ab 59 €/Jahr auch dann noch günstiger als der Gravity-Pro-Plan.
Probier Flinkform einfach aus.
Kostenlos, ohne Registrierung, direkt aus dem WordPress.org-Verzeichnis. Ein Testformular ist in 5 Minuten gebaut.
Häufige Fragen
Gibt es Gravity Forms kostenlos?
Nein. Gravity Forms hat keine kostenlose Version auf WordPress.org. Der Einstieg kostet 59 $ pro Jahr (Basic, 1 Website, ohne Zahlungs-Add-ons), die größeren Pläne 159 $ (Pro) und 259 $ (Elite) pro Jahr.
Ist Gravity Forms schlecht?
Im Gegenteil, Gravity Forms ist eines der mächtigsten Formular-Systeme für WordPress mit einem riesigen Add-on-Ökosystem. Für komplexe Workflows mit Drittanbieter-Erweiterungen wie Gravity Flow oder GravityView ist es weiterhin erste Wahl. Für die typischen 90 % der Formulare (Kontakt, Anfrage, Bewerbung, Buchung) ist es aber Overkill mit laufenden Kosten.
Speichert Gravity Forms IP-Adressen?
Ja, Gravity Forms speichert bei Einsendungen standardmäßig die IP-Adresse (per Filter oder Feld-Einstellung deaktivierbar). Flinkform speichert grundsätzlich keine IP-Adressen und keine User-Agents.
Kann Flinkform Zahlungen wie Gravity Forms?
Ja, über Flinkform Pro (ab 59 €/Jahr): Stripe Payments mit Kreditkarte, SEPA-Lastschrift, Apple Pay und Google Pay direkt im Formular, inklusive Berechnungsfeldern für dynamische Beträge. Bei Gravity Forms brauchst du dafür mindestens den Pro-Plan (159 $/Jahr) plus Add-on-Konfiguration.
Für wen bleibt Gravity Forms die bessere Wahl?
Für komplexe Enterprise-Workflows: mehrstufige Freigabeprozesse (Gravity Flow), Frontend-Tabellen aus Einsendungen (GravityView), dynamisch befüllte Felder (Populate Anything) oder tiefe CRM-Automatisierung. Dieses Drittanbieter-Ökosystem hat Flinkform nicht.